Unsere diesjährige Studienfahrt führt uns nach Gera in die Geburtsstadt von Otto Dix. Das Programm wird gerade erstellt, dennoch sollten Sie sich den Termin vormerken, denn das Programm wird sicher ein Erlebnis, dafür sorgen unsere guten Kontakte zur Kunstsammlung Gera / Otto-Dix-Haus. Weiteres Ziel dieser Reise ist Chemnitz, dort erwartet uns die Ausstellung 300 X DIX. Werke von 1912 bis 1969. Sicher eine einzigartige Chance, diese weltgrößte Sammlung an Werken komplett zu sehen.

Abfahrt 4.9.2020 um 6.00 Uhr Zustiegsmöglichkeit in Stuttgart besteht.(Weitere Informationen folgen)

Otto Dix wurde 1891 als Sohn des Eisenformers Franz und der Näherin Louise Dix in Untermhaus bei Gera geboren. Heute gehört der Stadtteil am Ufer der Weißen Elster zu den schönsten Gegenden Geras. Die Eltern bewohnten im Mietshaus neben der Marienkirche zwei Zimmer. Damals ahnte niemand, dass Dix 100 Jahre später zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts zählen sollte. 1991 weihte die Vaterstadt das restaurierte und erweiterte Geburtshaus von Otto Dix als Museum ein. Seitdem ist hier eine der größten Dix-Sammlungen in öffentlicher Hand beheimatet.

Den Besucher erwartet eine ständige Ausstellung mit den Hauptwerken des Künstlers. Daneben bietet das historische Ambiente eines Arbeiterhaushaltes um 1900 einen Einblick in das Leben von Dix. Ein Sonderausstellungsprogramm zur regionalen Kunstgeschichte und zur zeitgenössischen Kunst komplettiert das Angebot.

Die Geraer Dix-Sammlung

Die Kunstsammlung Gera beherbergt 400 Arbeiten auf Papier und Gemälde von Otto Dix. Darunter befinden sich Hauptwerke aus allen Schaffensphasen: von den impressionistischen Anfängen des Volksschülers in der Thüringer Landschaft bis zum letzten Selbstporträt mit Enkelin Marcella aus dem Todesjahr 1969.

Das Otto-Dix-Haus präsentiert neben den eigenen Beständen auch hochrangige Dauerleihgaben der Otto-Dix-Stiftung Vaduz. Die grafische Sammlung umfasst Skizzenbücher aus der Jugendzeit, Aquarelle und Zeichnungen der 20er- und 30er-Jahre sowie das Meisterwerk des Kriegszyklus mit 50 Radierungen (1924) und späte Farblithografien. Einzigartig sind 48 gezeichnete Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg. Die Geraer Dix-Sammlung ermöglicht einen charakteristischen und zugleich spezifischen Überblick über die Werke von Otto Dix.

300 X DIX. Werke von 1912 bis 1969

Die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser präsentieren vom 29. April bis zum
9. September 2018 eine umfangreiche Sonderausstellung mit Werken des Künstlers Otto Dix (1891–1969). Auf vier Etagen werden im gesamten Museum über 300 Werke des zentralen Protagonisten der Neuen Sachlichkeit gezeigt. Sie bilden das Herzstück der Sammlung Gunzenhauser. Das Konvolut seiner Arbeiten gehört weltweit zu den größten musealen Beständen. Gemälde, Aquarelle, Pastelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus allen Schaffensphasen bieten einen repräsentativen Querschnitt durch seine künstlerische Entwicklung: von frühen expressio-
nistischen Werken über Hauptwerke der Neuen Sachlichkeit bis hin zu den großen symbolischen Landschaften aus seiner Zeit der Inneren Emigration.

Zum zehnjährigen Jubiläum des Museums Gunzenhauser und zum 875. Jubiläum der Stadt Chemnitz wird das Konvolut von Werken des Künstlers Otto Dix erstmals in seiner Gesamtheit auf allen vier Etagen des Hauses präsentiert. Neben den von Beginn an im Bestand befindlichen Arbeiten werden etwa 60 Werke gezeigt, die seit November 2015 aus dem Nachlass des Stifters ins Museum gelangten. Darunter befinden sich so bedeutende Gemälde wie der Sonntagsspaziergang von 1922. Für sie galt bis zuletzt, was Alfred Gunzenhauser schon 2007 zur Eröffnung des Museums über die eigene Sammlung schrieb: „Mit meinen Kunstwerken habe ich regelrecht gelebt. Sie blickten mich täglich von allen verfügbaren Wänden an.“

In der Ausstellung werden 40 Gemälde, 50 Aquarelle und Gouachen, 100 Zeichnungen und 110 Grafiken von Otto Dix gezeigt. Sie veranschaulichen nicht nur die spezifischen Schwerpunkte der Sammlertätigkeit Gunzenhausers, sondern auch das Schaffen dieses zentralen Künstlers seiner Sammlung. Die Präsentation der Werke in den zehn Themenbereichen Großstadt, Zirkus, Bordell, Porträt und Selbstporträt, Krieg, Tod, Religion, Mythologie und Landschaft illustriert den Facetten-
reichtum von Otto Dix und vermittelt ein authentisches Bild der schillernden Künstlerpersönlichkeit.
In der Sammlung Gunzenhauser sind aus jedem Schaffensjahr Werke vertreten, sodass seine künstlerische Entwicklung durch alle Stile und verwendeten Techniken nachvollzogen werden kann.

Die Präsentation der Werke beginnt mit dem expressionistischen Frühwerk von Otto Dix, seiner Auseinandersetzung mit dem Dadaismus und der aufkommenden Neuen Sachlichkeit bis zur Mitte der 1920er-Jahre. Hier kann die Entwicklung des Künstlers vom jungen Studenten der Dresdner Kunstge-
werbeschule zu einem der bedeutendsten Vertreter der künstlerischen Avantgarde in Deutschland nachvollzogen werden. Zahlreiche wichtige Arbeiten geben einen repräsentativen Überblick über diese Werkphase: von expressionistischen Gouachen aus dem Ersten Weltkrieg über das „kosmische“ Selbstbildnis Roter Kopf (1919) bis hin zu frühen Hauptwerken der Neuen Sachlichkeit wie Abschied von Hamburg (1921), Mädchen am Sonntag (1921) und dem Aquarell Artistin (um 1923).

Es folgen Arbeiten aus der Spätphase der Neuen Sachlichkeit gegen Ende der 1920er- und zu Beginn der 1930er-Jahre sowie erste Werke – insbesondere Zeichnungen – aus der Zeit der Inneren Emigra-
tion. Sie kennzeichnet ein verstärkter Altmeisterbezug, wie im Gemälde Rothaarige Frau (Damenporträt) aus dem Jahr 1931. Von 1927 bis 1933 lehrte Dix an der Dresdner Kunstakademie und ging mit seinen Studenten regelmäßig zum Studium der Alten Meister in die nahe gelegene traditionsreiche Gemälde-
galerie. Nach seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten zog er sich 1933 an den Bodensee zurück. Hier schuf er bis 1945 eine große Zahl Landschaften, von denen die Sammlung Gunzenhauser einen der umfangreichsten Komplexe besitzt. 1933 begann auch eine Freundschaft zwischen Dix und den beiden Chemnitzer Familien des Industriellen Fritz Niescher und des Kinderarztes Otto Köhler. Gerade in den schwierigen Jahren der Inneren Emigration unterstützten beide den Künstler mit Ankäufen und Aufträgen, unter anderem zum Wandbild „Orpheus und die Tiere“ für den Chemnitzer Gartenpavillon Nieschers. Köhler stellte Dix 1934 vorübergehend ein provisorisches Atelier in Chemnitz zur Verfügung. Der Rundgang durch das Leben und Werk von Otto Dix findet schließlich mit dem malerischen und grafischen Spätwerk seinen Abschluss.

4.-6.9.2020 Studienfahrt: Auf den Spuren von Otto Dix